Neue Werkstoffe - die Grundlage für Innovationen

Werkstoffe bilden die Grundlage für fast alle technischen Innovationen. Sie sind für den technologischen Fortschritt unserer Gesellschaft von grundlegender Bedeutung. An die Stelle von Werkstoffen wie Stein, Holz oder Bronze sind heute beispielsweise hochtemperaturbeständige Keramiken, leichtgewichtige Faserverbundwerkstoffe oder spezielle Aluminiumknetlegierungen getreten.

Leistungsfähigkeit, Wirtschaftlichkeit und Ressourceneffizienz von industriellen Produkten hängen entscheidend von den eingesetzten Werkstoffen und Materialien ab. Zum Beispiel können Innovationen im Materialbereich stoffliche und energetische Ressourcen schonen und Umweltbelastungen reduzieren. Neue Werkstoffe haben auch mit Blick auf zukünftige Märkte eine enorme Bedeutung: Ihre Einsatzmöglichkeiten sind breit gestreut, sie reichen von Branchen wie dem Automobilbau und der Optik über Elektronik, moderne Kommunikationstechnologien und Medizintechnik bis zu Architektur und Bauwesen.

 

Der Technologiebereich der Neuen Werkstoffe ist ebenso wie die Nano- und die Mikrotechnologie eine strategisch wichtige Querschnittstechnologie. Auch inhaltlich existieren vielfältige Berührungspunkte und Überschneidungen. Eine Reihe innovativer Werkstoffentwicklungen bewegt sich bereits im Bereich der Nanostrukturen, während Innovationen in der Mikro- und Nanotechnologie ohne neue Materialien kaum denkbar sind.

 

Zukunftsstandort NRW fachliche und regionale Spitzenposition

 

In Nordrhein-Westfalen existiert eine hohe Konzentration wichtiger Werkstoffe verarbeitender Industriezweige mit zum Teil langer Tradition. Mehr als 22 Universitäten und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, darunter ca. 120 spezialisierte Lehrstühle in der Werkstoffforschung und 6800 werkstoffverarbeitende und -herstellende Unternehmen machen Nordrhein-Westfalen zum bundesweit wichtigsten Standort für die Neuen Werkstoffe. Rund 200 Milliarden Euro Umsatz werden jährlich von der nordrhein-westfälischen Werkstoffbranche erzielt. (Quelle: Prognos, Potentialstudie "Werkstoff in NRW").

 

 

 

 

1. Bild: Hans-Peter Garske: Anbohren eines Abstichloches von einem Hochofen zum Ablassen des gerade produzierten Roheisens

2. Bild: Hendrix Brixius, IEHK: Schmiederoboter

3. Bild: Patrick Degen, TU Dortmund: Rheologische Charakterisierung einer mit Eisen-Ionen vernetzten Alginatkapsel zur quantitativen Analyse materialspezifischer Elastizitätseigenschaften